Heute geht´s hier bei mir um das klassisch deutsche St. Martin und den Re-US-Import Halloween. (Re-Import deshalb, weil der Ursprung des Festes im europäischen Irland liegt)
Ich persönlich liebe St. Martin. Das Martinsfeuer, Laternen, Martinslieder... wildromantisch, kitschig und mit einem schönen moralischen Hintergrund. Du sollst teilen.
Halloween hingegen ein Kostümfest, das man aufgrund seines "gespensterverscheuchenden" Hintergrundes wohl eher mit dem deutschen Karneval, oder dem Fasching vergleichen kann... noch dazu gibt es ausschließlich "Gruselkostüme", wobei hier nicht mehr klassisch auf Hexe oder Teufel zurückgegriffen wird, sondern viel tiefer in die Splatterkiste: Axtmörder, Kettensägenkiller, Zombie... etc.
Allein aufgrund der Verkleidungsvarianten ist Halloween in meinen Augen schon gewaltverherrlichend, aber was in letzter Zeit in den Nachrichten kurz nach Halloween zu hören und zu sehen war, bestätigt leider dieses negative Bild...
Halloween ist hierzulande tatsächlich nur Importware... mit Tradition hat das alles nichts mehr zu tun... Hauptsache man hat einen Grund zu saufen, Sachbeschädigung zu betreiben und sich daneben zu benehmen...
Kinder und Jugendliche schlagen immer häufiger an diesem Termin über die Strenge und schieben Halloween vor, um eindeutige Grenzüberschreitungen zu verharmlosen. zu den aktuellen Halloween-Meldungen
Wenn schon unbedingt Halloween, dann richtig... aber dazu müsste man die Hintergründe den Kindern hierzulande auch beibringen...
Da bleibt man doch lieber beim wildromatischen Martinsfest mit Martinssingen am Martinsfeuer. Und trinken kann man schließlich auch nett und im Rahmen, indem ein schöner Glühwein am Feuer oder ein kleines Schnäppschen für die begleitenden Eltern der Martinsingerleins die von Haus zu Haus stapfen, mit ihren bunt leuchtenden Fackeln den Eingangsbereich jedes Hauses in flackerdes Licht tauchen und inbrünstig und mit voller kindlicher Wonne St. Martinslieder singen. Natürlich bekommen die kleinen eine kleine süße Belohnung.
Ich für meinen Teil hab meine Süßschüssel schon neben die Tür gestellt und freue mich auf die ersten Kinder, die mich mit ihrem Gesang in den wildromantischen Martinsbann ziehen, anstatt mir die Fenster mit faulen Eiern zu bewerfen.
Eine lustige Halloweenanekdote gibts da aber doch noch. Vor ein paar Jahren klingelte es am 31.10. an der Tür und unsere damals 3 und 4 Jahre alten Nachbarskinder standen vor mir. Der eine als Gespenst, der andere als Skelett verkleidet. Ich war etwas verduzt, weil bis dato niemand zu Halloween klingeln kam... der kleinere schaute mit großen Kulleraugen zu mir auf (Mutti im Hintergrund) und sagte stolz und selbstsicher:
Gib uns was zu essen, sonst werden wir dich fressen!Bei einem solch witzigen Spruch (ich hasse das amerikanische: Süßes, sonst gibt´s saures), bekamen die beiden auch von mir Halloweenhasserin eine Gummibärchentüte... aber leider habe ich ansonsten keine schönen Erfahrungen mit Halloween gemacht.
Für mich könnten wir diesen Blödsinn gerne wieder aus unserer Kultur verbannen und dafür mehr Energie ins Fackelbasteln, Weckmännchen (Stutenkerl) -Backen und Martinsliedersingen stecken!
Hier noch ein kleiner Einblick in die St. Martins Atmosphäre... (auch wenn das Lied... nun ja... sagen wir... mir ist es etwas zu neumodisch!)
Eure















0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen